Rettet den Rammert
Herzlich willkommen auf der Internetpräsenz der Bürgerinitiative Rettet den Rammert
Der Rammert ist als überwiegend bewaldeter Höhenzug ein Naherholungsgebiet für Tübingen und Rottenburg sowie zahlreiche weitere angrenzende Gemeinden. Vor allem aber dient er als Lebensraum für eine bunte Flora und Fauna, weshalb große Teile des Rammert als Natur- und Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sind.
Wir engangieren uns für den Schutz der Natur in diesem Gebiet und stehen dem geplanten Ausweis des Rammert als Vorranggebiet für Windkraft durch den RVNA (Regionalverband Neckar-Alb, siehe folgender Link) sowie dem Vorhaben der Stadt Tübingen, hier trotz geringer Windhöffigkeit ein Windkraftwerk mit bis zu zehn Anlagen von jeweils 250m Höhe zu bauen, kritisch gegenüber.
Wir handeln daher gemeinsam, um die Öffentlichkeit für die schwerwiegenden Folgen dieses Projektes zu sensibilisieren.
Wir laden Sie ein, sich über unsere Argumente für den Erhalt dieses wichtigen Natur- und Lebensraumes zu informieren
und uns bei der Umsetzung unserer Ziele zu unterstützen.

Für wessen Schutz wir eintreten
Klimaschutz in Einklang mit Mensch & Natur
Für den Erhalt des Klimaschutzwaldes
Ein Klimaschutzwald ist ein zusammenhängendes Waldgebiet in der Nähe von Siedlungsschwerpunkten. Großräumiger Lufttaustausch, Kühlung und Feuchtigskeitsspeicher sind seine Aufgaben.
Aufgrund der örtlichen Topografie und der fehlenden Zufahrtsstraßen zu den potenziellen Standorten der Windkraftwerke müssen große Flächen des Rammerts gerodet werden, seine Funktion als Klimaschutzwald wird deutlich beeinträchtigt.
Teile dieser Flächen sind nicht nur ausgewiesener Klimaschutzwald, sondern auch gesetzlich geschützter Bodenschutzwald & Gebiet zur Bodenerhaltung sowie Landschaftsschutzgebiet.
In Anbetracht der geringen Windhöffigkeit des Standortes auf dem Rammert gibt es geeignetere Standorte für Windkraftanlagen im Gebiet des Regionalverbands, die eine höhere Effizienz der Anlagen bei weniger gravierenden Eingriffen in die geschützte Natur versprechen.

Für den Schutz der Tierwelt
Der Bau von Windkraftanlagen im Rammert bedroht die Habitate der dort beheimateten Tiere, darunter Füchse, Rehe, Wildschweine, Dachse, eine Vielzahl von Vogelarten, Fledermäuse, Amphibien und Insekten. Auch geschützte Arten wie der Rotmilan (18 Brutreviere), der Schwarzstorch und seltene Fledermauspopulationen sind betroffen. Die hohe Konzentration an Habitatbaumgruppen in der strategischen Umweltprüfung des RVNA illustriert dies.
Durch die geplanten Anlagen wird der natürliche Lebensraum dieser Tiere zerstört, zudem belasten die Emmissionen der Anlage auch die unter Schutz stehenden Naturschutz-, Vogelschutz- und FFH-Flächen in unmittelbarer Umgebung.
Weitere Details zum Tierschutz im Rammert

Für die Förderung der Biodiversität
Biodiversität sichert wichtige ökologische Funktionen wie die Produktion von Sauerstoff , die Bestäubung von Pflanzen, den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und die Regulation des Klimas. Durch einen so massiven Eingriff in das intakte Ökosystem Rammert entsteht ein großes Ungleichgewicht, das gravierende Folgen nach sich zieht.
Weitere Details zur Biodiversität im Rammert

Für die Bewahrung des Naherholungsgebiets
Auch wenn Befürworter des Projektes davon erzählen, wie spannend Windräder doch seien und dass man darunt sogar Yoga machen könne... Die Errichtung der Windkraftanlagen wird das wichtige Naherholungsgebiet für die 150.000 Anwohner rings um den Rammert signifikant belasten – sowohl während der Bauphase als auch während der 20- bis 30-jährigen Betriebsphase durch Emissionen und den Schattenwurf der riesigen Rotoren. Die Anlagen sollen schließlich jeweils 250m hoch sein und damit sogar den Stuttgarter Fernsehturm mit "nur" 219 Metern Höhe überragen.
Sie würden die Attraktivität und die Erholungsqualität des Gebiets zerstören. Zudem liegt ein Großteil des geplanten Vorranggebietes für Windkraft innerhalb des Prüfradius für Umgebungsschutz des "in höchstem Maße raumwirksamen Kulturdenkmals Schloß Hohentübingen".
Weitere Details zu den Auswirkungen auf das Naherholungsgebiet

Für einen nachhaltigen & verantwortungs-vollen Umgang mit unseren Ressourcen
Trotz geringer Windhöffigkeit ist der Rammert bislang vom Regionalverband Neckar-Alb (RVNA) als Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen.
Anstatt sich auf Standorte mit guter Windhöffigkeit zu konzentrieren, sind hier im Waldgebiet des Rammert riesige Windkraftanlagen von 250 Metern Höhe vorgesehen, um Effizienz zu erreichen. Inwiefern sich der Betrieb der Windkraftanlagen an einem solch ungünstigen Standort noch wirtschaftlich gestalten lässt, ist fraglich.
Es gibt nach aktuellem Planungsstand des RVNA 40 Vorranggebiete für Windenergie, die zum Großteil weniger negative Auswirkungen hätten auf Klima & Luft, Landschaft, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Fläche sowie Menschen und menschliche Gesundheit (Ergebnis der Strategischen Umweltprüfung des RVNA). Und gleichzeitig durch eine bessere Windhöffigkeit einen höheren Beitrag zum Klimaschutz (= höhere Stromproduktion) je eingesetztem Euro leisten würden.
Weitere Details zum nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen


Über uns
Bürgerinnen und Bürger für Klimaschutz in Einklang mit Mensch & Natur
Wir sind aktuell rund 40 Bürgerinnen und Bürger aus den unmittelbar angrenzenden Gemeinden des Landschaftsschutzgebiets Rammert, z.B. aus Bühl, Kilchberg, Kressback und Weilheim. Wir setzen uns aktiv für Klimaschutz ein und engagieren uns im Natur- und Artenschutz.
Trotz unseres Einsatzes für den Klimaschutz stehen wir dem Vorhaben, im Rammert eine 646 Hektar große Fläche als eines der größten Vorranggebiete für Windkraft in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb auszuweisen, kritisch gegenüber. Gutachten haben bereits 2011/2012 belegt, dass der Standort Rammert aufgrund seiner geringen Windhöfigkeit sowie aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes für ein Windkraftwerk ungeeignet ist. Und obwohl auch die aktuell vom RVNA durchgeführte "Strategische Umweltprüfung" (siehe Link zum PDF-Dokument des RVNA sowie unsere Zusammenfassung hier) eine geringe Windhöffigkeit und eine starke Überschneidung mit aus vielerlei Hinsicht schützenswerten Gebieten zeigt, beabsichtigt der RVNA, dies als Voranggebiet für Windkraft auszuweisen.
Seit der Gründung der Bürgerinitiative im Jahr 2011 verfolgen wir die Planungen der Stadt Tübingen sowie aktuell des RVNA im Zusammenhang mit dem Klima- und Naturschutz und wollen dazu beitragen, die Öffentlichkeit über Fakten und Abläufe zu informieren.

„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt von morgen aussieht“
Marie von Ebner-Eschenbach
Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie die Bürgerinitiative Rettet den Rammert,
um mehr über unsere Arbeit zu erfahren und
darüber, wie Sie sich engagieren können.
info (at) rettet-den-rammert (Punkt) de
